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Vermeidung von nicht berücksichtigten
Timecode-Sprüngen beim Digitalisieren


Zusammenfassung

Avid Schnittsysteme sind so ausgelegt, dass nur Timecode-Sprünge von mehr als sechs Bildern berücksichtigt werden. Das Ziel dieser Einschränkung ist es, zu vermeiden, dass eine Digitalisierung fälschlicherweise aufgrund von Droupouts oder kleineren Fehlern im Timecode abgebrochen wird. Es gibt jedoch zwei Situationen, bei denen dieses Verfahren zu einem Problem führen kann:

  1. Manche Camcorder erzeugen bei falscher Einstellung einen Timecode-Sprung von ein bis zwei Bildern.
     
  2. Wenn ein HDTV-Rekorder auf 24 B/s Timecode-Ausgabe eingestellt ist, wird das Material vom Avid Schnittsystem nicht korrekt aufgezeichnet, ohne dass eine entsprechende Hinweismeldung angezeigt wird. Avid Schnittsysteme können nicht von einem HDTV-Rekorder aufzeichnen, wenn dieser bei der Wiedergabe mit 24 B/s Timecode arbeitet.

Problem

Erkennt ein Avid Schnittsystem während der Einspielung einen Timecode-Sprung von sechs oder weniger Bildern, so wird dieser ohne eine Hinweis-meldung ignoriert. Dieser Wert wurde gewählt, um Timecode-Fehler aufgrund von Dropouts oder Unterbrechungen im Timecodesignal über das serielle Steuerkabel zu vermeiden. Eine Verringerung dieses Wertes auf sechs oder weniger Bilder könnte zu unerwünschten Unterbrechungen bei der Digitalisierung an Stellen führen, bei denen gar keine Unterbrechungen in Bild und Ton vorliegen. Daher sieht es so aus, als ob solche Timecode-Sprünge nicht erkannt würden. Tatsächlich werden sie jedoch absichtlich nicht berücksichtigt.

Wenn Sie daher Material einspielen, das Timecode-Sprünge mit sechs oder weniger Bildern enthält, ist der Timecode der Bild- und Tondaten, die nach diesem Timecode-Sprung geschrieben wird, nicht mehr identisch mit dem des Ursprungsbandes. Darüber hinaus kann es zu einer Summierung des Fehlers kommen, wenn hintereinander am Stück über mehrere Timecode-Sprünge hinweg digitalisiert wird. Nach dem Batch-Digitize kurzer Audio- oder Videosegmente (z. B. wenn Offline mit Online Material ersetzt wird), wird es an diesen Stellen in der Sequenz zu Asynchronitäten kommen.

Situation 1: Falsche Camcorder-Einstellung

Ursache: Kurze Timecode-Sprünge auf einem Band können sich aus der Art wie ein Camcorder aufzeichnet ergeben. Manche Camcorder, die im "Record Run" anstatt im Echtzeit Timecode Modus betrieben werden, generieren Timecode-Sprünge von ein oder zwei Bildern, sobald eine Aufzeichnung nach erneutem Einschalten erfolgt.

Lösung: Um zu vermeiden, dass Timecode-Sprünge nicht berücksichtigt werden, sollte ein Camcorder so eingestellt werden, dass keine kurzen Timecode-Sprünge entstehen. Bitte entnehmen Sie die entsprechenden Informationen hierzu dem Handbuch des jeweiligen Camcorders.

Weitere Lösungsmöglichkeiten:

  • Verwenden Sie Echtzeit als Timecode im Camcorder. Auf diese Weise entstehen bei der Unterbrechung einer Aufzeichnung Timecode-Sprünge von über 6 Bildern.
  • Zeichnen Sie nachträglich einen durchgehenden Timecode auf das Aufnahmeband auf oder überspielen Sie das Aufnahmeband auf ein Band mit durchgängigem Timecode.

Situation 2: Digitalisierung mit 24 B/s Timecode

Ursache: HDTV-Rekorder können Audio und Video mit 24 B/s Timecode wiedergeben. Avid Schnittsysteme können jedoch bei der Verwendung von 24 B/s Timecode nicht korrekt aufzeichnen. Wenn versucht wird, einen Rekorder zu steuern, der über die serielle Schnittstelle einen 24 B/s Timecode ausgibt, wird dieser Timecode als 30 B/s NTSC bzw. 25 B/s PAL Timecode interpretiert. Da die Differenz zwischen den Bildraten bei bzw. unter dem Wert von sechs Bildern liegt, zeigt das Avid Programm keine Fehlermeldung an.

Lösung: Stellen sie den HDTV-Rekorder so ein, dass er über die serielle Schnittstelle einen 30 B/s bzw. 25 B/s Timecode ausgibt.

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